Fenster verputzen | Anleitung zum Rahmen innen verputzen

Ob innen oder außen, neue Fenster oder die Erneuerung der Fassade: Es gibt viele Gründe dafür, Fenster verputzen zu müssen. Oft erledigt das ein professioneller Fachbetrieb. Wer jedoch Kosten sparen möchte, kann mit einer Anleitung und dem richtigen Hintergrundwissen auch selbst tätig werden.

Welcher Putz ist der richtige?

Vor dem Verputzen ist vor allem die Wahl des richtigen Putzes wichtig. Diese hängt davon ab, ob Sie das Fenster innen oder außen verputzen, aber auch vom Untergrund und Material des Rahmen. Ein Beispiel: Kalkputz und Kunststofffenster sind keine sinnvolle Kombination, da die Materialien im Laufe der Zeit miteinander reagieren und so Schäden entstehen.

Um ein Fenster von innen zu verputzen, eignet sich herkömmlicher Putzmörtel oder Kalkputz. Dieser wird mit einer Stärke von zehn Millimetern aufgetragen. Soll der Putz dünner ausfallen, können Sie zu Leichtputz greifen und diesen drei bis fünf Millimeter dünn auftragen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Wahl des Putzes ist die Regel „weich auf hart“: Der Putz darf nicht härter ausfallen als der Untergrund. Sonst entstehen Spannungsrisse und die permanente Haftung auf der Wand wird erschwert.

Wand Fassade Putz Abblättern

Für das Verputzen sollten immer hochwertige Materialen verwendet werden, damit später nichts abblättert.

Mit Putzleiste und Klebeband: Die Vorbereitung

Vor dem Verputzen sind noch einige Vorarbeiten zu leisten. So müssen eventuelle Löcher und Risse gefüllt und glattgespachtelt werden. Dafür eignet sich Montageschaum. Überstehender Kleber oder Schaum können Sie später mit einem Cuttermesser wegschneiden. Zudem müssen die Fensterscheibe und der Rahmen sorgfältig abgeklebt werden: Putzreste lassen sich nur schwer wieder entfernen und können zu Schäden an Glas oder Rahmen führen.

Säubern Sie den Putzgrund von Schmutz und Staub und grundieren Sie ihn gegebenenfalls, um für eine bessere Haftung zu sorgen. Nun können Sie mit Mörtel oder Montagekleber die Putzleisten ankleben und sie mithilfe einer Andrückhilfe und der Wasserwaage ausrichten. Die Putzleiste schützt die Kanten vor Abplatzungen und dient als Führungsschiene für ein ebenmäßiges Verputzen.

Abschließend rühren Sie den Putz an. Gehen Sie dabei strikt nach den Herstelleranweisungen vor. Am besten hat er zu Beginn der angegebenen Quellzeit eine zähe bis cremige Konsistenz.

Anleitung: Den Putz auftragen, glätten und trocknen

Bevor Sie den Putz auftragen, können Sie auf dem Untergrund und den Ecken der Laibungen ein Armierungsgewebe aufbringen, das vor Rissen schützt. Befeuchten Sie die Mauerbereiche innen mit einem Schwamm, damit der Putz besser haften kann.

Nun wird der Putz je nach Herstellerangaben angeworfen oder mit einer Traufel aufgetragen. Im Idealfall verputzen Sie die obere Laibung zuerst. So können Sie vermeiden, dass Putzreste von oben auf den schon fertigen seitlichen Laibungen landen.

Nach dem Auftragen glätten Sie den Putz. Lassen Sie ihn dafür zuerst etwas anziehen. Anschließend feuchten Sie die Oberfläche leicht an, beispielsweise mit einer Sprühflasche. Ziehen Sie den Putz mit einem Glättbrett in kreisenden Bewegungen ab. So schließen Sie Lücken und gleichen Unebenheiten aus. Wenn die Masse getrocknet ist, können Sie die Klebebänder und Putzleisten wieder entfernen. Jetzt lassen sich die Fenster tapezieren, streichen oder anderweitig bearbeiten.

YouTube Video: Eine Anleitung zum Verputzen

Viele Menschen können einer Anleitung besser folgen, wenn sie die einzelnen Schritte gesehen haben anstatt sich darüber zu belesen. In unserem YouTube-Link finden Sie daher ein Video, das Ihnen kurz und knapp zeigt, wie Fenster verputzt werden.

Der Kanal bietet Ihnen zudem weiterführende Informationen zum Thema: Es gibt auch Videos über das Verputzen von Wänden und das Anbringen einer Fassade.

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Fazit

Vor dem Verputzen steht immer die Vorbereitung. Füllen Sie Löcher und Risse aus, kleben Sie das Fensterglas und den Rahmen ab und wählen Sie den richtigen Putz aus. Um ein Fenster von innen zu verputzen, eignen sich Putzmörtel, Kalkputz oder Leichtputz.

Anschließend werden die Putzleisten zur Führung angebracht und der angerührte Putz mit einer Traufel aufgetragen oder angeworfen. Wenn der Putz geglättet wurde und abgetrocknet ist, kann das Fenster weiter bearbeitet werden.

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