Holztisch abschleifen | Erst schleifen und dann lackieren?

Ein Echtholztisch ist ein besonders langlebiges und hochwertiges Möbelstück. Leider sind die Oberflächen mit der Zeit häufig durch Kratzer und Wasserflecken nicht mehr so ansehnlich.

Zum Glück können solche Möbel problemlos aufgearbeitet werden. Nachfolgend eine kleine Anleitung mit wertvollen Tipps:

Die Vorbereitungsarbeiten

Da beim Abschleifen von Holz viel Staub entsteht ist es wichtig, einen geeigneten Ort für die Arbeiten zu finden. Eine Garage, eine kleine Werkstatt oder der Garten eignen sich dafür sehr gut.

In geschlossenen Räumen sollten im Vorfeld sämtliche Gegenstände und Geräte entfernt werden, welche staubempfindlich sind. Der Arbeitsbereich im Garten sollte windgeschützt sein, damit kein Dreck auf den später lackierten Holztisch weht. Es empfiehlt sich zudem eine Papiermaske zu tragen, um nicht den Holzstaub einzuatmen.

Die passenden Materialien und Werkzeuge

Zum Abschleifen eines Holztisches wird aufgrund der großen Holzflächen am besten ein elektrisches Schleifgerät verwendet. Hierfür können unterschiedliche Geräte gegen eine Gebühr im Baumarkt ausgeliehen werden.

Auch per Hand lassen sich beim Abschleifen gute Ergebnisse erzielen. Der Zeitaufwand für die Arbeiten ist natürlich entsprechend größer. Zum Abschleifen mit der Hand sollte das Papier um einen Schleifblock gewickelt werden, damit ein möglichst gleichmäßiges Ergebnis erzielt wird.

Es werden Schleifpapiere mit einer groben-, einer mittleren- und einer feinen Körnung benötigt. Je nach gewünschter Optik wird für die anschließende Versiegelung eine Lasur, ein Öl oder ein Lack gebraucht, der mit einer Rolle oder einem Pinsel aufgetragen wird. Hilfreich sind zudem Handschuhe, ein Schwamm und etwas Wasser.

Wenn ein Holztisch in die Jahre geraten ist, kann man diesen durch Abschleifen wieder einen neuen Look verleihen.

Das Abschleifen des Holztisches

Es sollte grundsätzlich in Faserrichtung geschliffen werden, damit keine Kratzer im Holz entstehen. Große Flächen kann man am besten mit der Maschine und kleine Flächen und Kanten von Hand abschleifen.

Um den alten Lack und tiefe Kratzer von der Oberfläche zu entfernen, ist am Anfang ein grobes Schleifpapier zu verwenden. Für ein gutes Ergebnis ist eine gleichmäßige und sorgfältige Vorgehensweise wichtig. Sobald die Oberfläche des Papiers glatt erscheint oder an Kraft verliert, sollte es gewechselt werden.

Sind die groben Kratzer und alte Anstriche vom Holztisch entfernt, wird mit einem Schleifpapier mit mittlerer Körnung auf die gleiche Weise nachgearbeitet. Der Holzstaub sollte regelmäßig mit einem Handfeger oder dem Staubsauger entfernt werden, um eine freie Sicht auf die Arbeiten zu haben.

Für den Feinschliff wird der Holztisch mit Schwamm und Wasser gereinigt und anschließend trocknen gelassen. Hierdurch richten sich verbliebene feine Holzfasern auf, die man anschließend mit einem Schleifpapier mit feiner Körnung abschleifen kann. Das Ergebnis wird hierdurch sehr glatt und fein.

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Mehr Informationen

Schauen Sie einem Handwerker beim Abschleifen von einem Holztisch über die Schulter

Öl, Lasur oder Lack als Holzschutz?

Ölen als Holzschutz 

Durch das Holzöl wird die Haltbarkeit des Tisches verlängert. Unbehandelt würde es mit der Zeit vergrauen und das Holz austrocknen. Das Öl dringt tief in das Material ein und verstärkt den Farbton und die natürliche Maserung des Holzes.

Lasur als Holzschutz 

Lasuren ziehen tief in das Holz ein und sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Da sie nicht vollkommen deckend sind, bleibt die natürliche Maserung des Holzes auch nach dem Anstrich sichtbar. Die Lasur schützt den Holztisch vor Witterungseinflüssen und macht ihn besonders widerstandsfähig.

Lack als Holzschutz 

Beim Lackieren wird das Holz ebenfalls vor Umwelteinflüssen geschützt. Anders als bei der Lasur handelt es sich allerdings um einen deckenden Anstrich. Die natürliche Maserung des Holztisches ist nach dem streichen nicht mehr zu sehen. Lacke eignen sich besonders gut für die Anwendung im Innenbereich, da sie besonders geruchs- und schafstoffarm sind.

Je nachdem wie der Holztisch aussehen soll, gibt es die Lacke in zahlreichen Farben und in unterschiedlichen Oberflächenoptiken. Von seidenmatt bis hochglänzend – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Tipps für einen guten Anstrich

Bevor ein Anstrich neu aufgetragen wird, sollte der Holztisch sauber und trocken sein. Je nach Geschmack kann dann ein Lack, eine Lasur oder ein Öl ausgewählt werden. Die Anwendungshinweise des jeweiligen Produktes sind für ein gutes Ergebnis unbedingt zu beachten.

Bei Lackanstrichen wird eine Grundierung empfohlen, um ein gleichmäßigeres Ergebnis zu erzielen. Zwischen dem Zwischen- und dem Endanstrich sollte der Holztisch angeschliffen werden, damit das Ergebnis glatter wird und der darauffolgende Farbauftrag besser haftet.

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