Lavalampe selber machen | Anleitung zum selber bauen mit Kindern

Die Lavalampe wurde bereits Mitte der 1960er Jahre erfunden und gehörte in den 1970er Jahren zu den beliebtesten Deko-Gegenständen. Ihren Siegeszug konnte sie schließlich in den 1990er Jahren fortsetzen und so sind Lavalampen auch heute noch in vielen Wohnungen anzutreffen. Nach wie vor sind Lavalampen sehr beliebt, denn die Dekoleuchten haben einen ganz besonderen Charme, wenn sich der „Lava-Blob“ träge und chaotisch auf und ab bewegt.

Wer sich selbst gerne davon überzeugen will, wie leicht eine Lavalampe den Betrachter in ihren Bann ziehen kann, muss nicht unbedingt ein teures Modell im Handel erwerben, denn eine Lavalampe kann man im Handumdrehen selber machen. Und das Beste: Für Kinder ist der Nachbau einer individuellen Lavalampe zugleich ein tolles, interessantes Experiment.

Erklärung: Was ist eine Lavalampe und wie funktioniert sie?

Bei einer Lavalampe handelt es sich um eine Leuchte, die durch die thermische Energie einer Glühlampe Flüssigkeiten in Bewegung versetzen kann. Innerhalb der Leuchte, die aus einem flaschenähnlichen Gefäß besteht, unter dem eine Glühlampe montiert ist, befinden sich zwei nicht lösliche Stoffe. Beide Stoffe sind bei Betriebtemperatur flüssig.

Zwar besitzen sie eine ähnliche Dichte, aber verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten. Kombinationen aus Öl oder Wachs mit Isopropanol oder Ethylenglycol sind in diesem Zusammenhang weit verbreitet. Werden nun noch entsprechende Farbstoffe untergemischt, ergibt sich das Bild einer Lava-ähnlichen Flüssigkeit.

Über die Glühlampe wird der Inhalt des Gefäßes nicht nur beleuchtet, sondern auch erwärmt, sodass das Wachs zähflüssig wird. Durch die große Wärmeausdehnung des Stoffes kommt es zum auf- und absteigen dieser Masse. Da sich durch die Erwärmung die Dichte ändert (sie wird stärker), wird ein statischer Auftrieb bewirkt. Der Stoff steigt in Form von großen Blasen auf. Im oberen Teil der Leuchte kommt es wieder zur Abkühlung, sodass die Flüssigkeit wieder absinken kann. Nun beginnt der Kreislauf erneut von vorne.

In den meisten Lavalampen befinden sich Substanzen wie Benzylalkohol oder Tetrachlorkohlenstoff. Diese gelten als gesundheitsschädlich, sodass defekte Lavalampen sofort entsorgt werden müssen. Darüber hinaus ist die Leuchte damit auch für Kinder ungeeignet.

Lavalampe selber machen: So einfach geht`s mit Kindern

Wer eine kindgerechte Lavalampe ohne Chemie bauen möchte, benötigt nur einige wenige Zutaten sowie ein paar Hilfsmittel. Die besten Anleitungen zum Bau einer eigenen Lavalampe finden Sie in den folgenden Zeilen.

Lavalampen-Effekt ohne Chemie nachahmen und beobachten

Damit die Kinder den Effekt einer Lavalampe genau beobachten können, eignet sich das folgende Experiment:

Folgendes wird benötigt:

  • ein hoher, durchsichtiger Behälter aus Kunststoff oder Glas
  • Speiseöl
  • Wasser
  • etwas Salz
  • Lebensmittelfarbe oder Tinte

 Anleitung:

  • Füllen Sie den Behälter gemeinsam mit den Kindern rund 4 Zentimeter hoch mit Wasser und gießen Sie anschließend etwa einen Zentimeter Öl drauf. Neigen Sie am besten den Behälter dafür etwas zur Seite, damit das Öl schön gleichmäßig über das Glas des Behälters in das Wasser laufen kann. So geraten die Flüssigkeiten nicht durcheinander. Größere Kinder können das natürlich auch schon selber machen.
  • Geben Sie nun etwas Lebensmittelfarbe oder Tinte hinzu.
  • Lassen Sie schließlich etwas Salz auf das im Behälter befindliche Öl rieseln. Nun kann Ihr Kind den Lavalampen-Effekt genau beobachten.
Lebensmittelfarbe Pinsel Basteln

Unter anderem benötigen Sie Lebensmittelfarbe um eine Lavalampe zu bauen.

Was ist geschehen? – Die Erklärung

Da Öl eine geringere Dichte besitzt als das Wasser, schwimmt es oben. Die Dichte ist das Gewicht von Stoffen bezogen auf deren Volumen. Lebensmittelfarbe oder Tinte haben fast die gleiche Dichte, wie Wasser und fallen deshalb durch das Öl hindurch.

Somit können sich diese beiden Stoffe auch mit dem Wasser vermischen. Wird nun das Salz hinzu gegeben, sinkt es auf den Behälterboden, da es eine höhere Dichte besitzt, als das darin befindliche Öl. Es nimmt auf dem Weg nach unten kleine Öltröpfchen mit. Hat sich das Salz im Wasser aufgelöst, können die Öltropfen wieder nach oben steigen. So entsteht der Effekt einer Lavalampe.

Lavalampe selber machen mit Brausetablette

Auch die folgende Anleitung zum selber machen funktioniert ganz ohne Chemie und ist äußerst leicht mit Kindernumzusetzen. Benötigt werden lediglich 5 Zutaten:

  • eine schöne Flasche aus Glas oder transparentem Kunststoff
  • Wasser
  • Pflanzenöl
  • Brausetablette (Vitamintabletten)
  • flüssige Lebensmittelfarbe

Anleitung:

  • Füllen Sie die Glasflasche zu einem Viertel mit Wasser.
  • Geben Sie nun die Lebensmittelfarbe hinzu, bis sich die Lösung dunkel eingefärbt hat. Bei Bedarf können Sie die Flasche ganz vorsichtig etwas schütteln, damit sich die Farbe besser verteilen kann.
  • Füllen Sie nun die Flasche vorsichtig mit Öl auf. Das Öl vermischt sich nicht mit dem verfärbten Wasser, weil es leichter ist und deshalb oben schwimmt.
  • Brechen Sie 2-3 Brausetabletten in je vier Teile. Werfen Sie die Tablettenstücke nach und nach in die Flasche dazu.

Beleuchten Sie die Flasche am besten von unten mit Licht. Da sieht besonders schön aus und Sie können den Effekt gemeinsam mit Ihren Kindern so am besten beobachten. Die Erklärung für den Effekt ist einfach: Langsam fallen die Stücke der Brausetablette durch die Ölschicht in das Wasser, wo sie schließlich zu sprudeln beginnen. Die farbigen Wasserblasen steigen auf und sinken anschließend wieder ab.

Tipp:
Sie können diese Lavalampe immer wieder benutzen. Dafür müssen Sie lediglich neue Brausetabletten hinzugeben.

Video-Tipp: Lavalampe mit Kindern selber machen

Eine weitere Idee, wie Sie eine Lavalampe mit Ihren Kindern selber machen können, wird in dem folgenden Clip gezeigt. Hier wird anstelle einer Brausetablette einfach das bekannte „Ahoi“-Brausepulver verwendet.

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