Schrank selber bauen | Anleitung zum Aufbau eines Kleiderschrankes

Schränke ordnen das Chaos in unseren Wohnungen. Durch Stangen, Einlegeböden und weiter Details garantieren die Möbelstücke, dass darin verschiedenste Dinge einen geeigneten Platz finden.

Dementsprechend gehören Schränke auch fest zum Inventar einer Wohnung. In den meisten Fällen ist sogar nahezu jeder Raum mit mindestens einem Exemplar ausgestattet. Doch es muss nicht immer ein gekaufter Schrank von Ikea und Co. sein, denn wer gute Ideen sowie etwas Kreativität und Geschick mitbringt, kann im Handumdrehen auch einen individuellen Schrank einfach selber bauen.

In den folgenden Zeilen erklären wir Ihnen, welche Vorteile selbst gebaute Schränke mitbringen. Zudem zeigen wir in einer detaillierten Anleitung, wie schnell und einfach auch unerfahrene Heimwerker einen Schrank selber bauen können.

Sie finden hier die passende Anleitung zum selber Bauen eines Schrankes

Schrank selber bauen: Die Vorteile

Ob fest installierte Einbauschränke, der mächtige Kleiderschrank oder als Solitär – in einem Schrank können Sie viel Kleinkram und Plunder ordentlich verstauen. Auf der Suche nach einem neuen Schrank für die Küche, das Wohnzimmer, das Bad oder den Flur führt es die allermeisten ins Möbelhaus, denn dort stehen zahlreiche unterschiedliche Modelle zur Verfügung.

Auswahl und Preisspannen kennen hier keinerlei Grenzen. Aber der Bau eines Schranks lohnt sich nicht nur für Individualisten, sondern auch für Sparfüchse, denn das „Modell Eigenbau“ ist in der Regel erheblich günstiger, als einen fertigen Schrank bei Ikea & Co. zu kaufen. Darüber hinaus profitieren Sie noch von einigen weiteren Vorteilen, wenn Sie einen Schrank für Ihre Wohnung selber bauen:

– Selbstgebaute Möbel für Kleidung, Geschirr, den TV oder Spielzeuge können mit einer passenden Bauanleitung hervorragend Ihren Wünschen und Bedürfnissen angepasst werden. So können Sie selbst entscheiden, wie viele Kleiderstangen und Ablagen nötig sind oder wie groß der Kleiderschrank oder der Einbauschrank beim Aufbauen sein soll.

– Sie können den Schrank optimal den räumlichen Gegebenheiten anpassen. So können Sie beispielsweise auch eine Dachschräge oder eine vorhandene Treppe mit in die Bauplanung einbeziehen.

– Auch im Hinblick auf den Türmechanismus sind Sie vollkommen flexibel. So können Sie entweder normale Türen in die Möbel einbauen oder auch Schiebetüren montieren – selbst bei einer vorhandenen Dachschräge oder Treppe. Bei der farblichen Gestaltung sind ebenfalls keinerlei Grenzen gesetzt.

Neben der Hauptfunktion, für ausreichend Stauraum zu sorgen, prägt ein Schrank auch unsere Wohnräume durch das Design, die Farbe oder das verwendete Material. So dominieren wandhohe Einbauschränke mit verspiegelten Fronten einen Raum ganz anders, als das kleine Sideboard für das TV.

Im Schlafzimmer sind trotz Schräge oft tiefe Schränke gefragt, in denen auch die Winterjacken frei auf den Bügeln hängen können und im Flur werden meist schmale Modelle bevorzugt, die nach dem Aufbauen noch ausreichend Bewegungsfreiheit bieten.

Wenn Sie Ihren Einbauschrank selber bauen, können Sie diesen den individuellen Räumlichkeiten hervorragend anpassen und gleichzeitig Kosten sparen. Eine Dachschräge, kleine Nischen oder Rücksprünge können bei der Planung und Bauanleitung berücksichtigt werden, sodass der Raum optimal ausgenutzt werden kann und Sie nahezu alle Ideen in die Tat umsetzen können.

Mit etwas handwerklichem Geschick und einer praktischen Anleitung können Sie einen Schrank auch selber bauen.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Schrank selber bauen

Materialien:
– Holz für die Seitenwände
– Bodenplatte
– Rückwand (2 Platten aus Holz, je nach Größe)
– Türen
– bei Bedarf Zwischenwand
– Schankabdeckung
– Regalbretter
– Winkel zum Anbringen unter den Regalen
– Schrauben
– passende Türgriffe
– evtl. Schienen, Schubladen, etc.
– Scharniere
– evtl. Kleiderstange
– Nägel
– unter Umständen Lack, Farbe

Werkzeuge:
– Schraubenzieher
– Hammer
– Wasserwaage
– Akkubohrer
– Metermaß
– Bleistift
– evtl. Handsäge
– evtl. Farbrolle, Pinsel
– Schleifpapier

Kleiderschrank selber bauen Schritt 1: Planen & Zuschneiden

Für den Zusammenbau von einem Kleiderschrank, einem Sideboard oder einem Einbauschrank sollten Sie zuerst einen möglichst detaillierten Plan erstellen sowie die Kosten kalkulieren. Messen Sie dafür den vorhandenen Platz genau aus und kalkulieren Sie auch Nischen oder die Dachschräge mit ein.

Überlegen Sie anschließen, ob der Einbauschrank über Schubladen verfügen soll und wie viele Regalbretter benötigt werden. Notieren Sie alle Maße auf einem Zettel. Im Baumarkt können Sie sich die nötigen Einzelteile und Bretter passgenau zuschneiden lassen.

Damit ersparen Sie sich nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Staub und Dreck beim Aufbauen und späteren Zusammenbauen. Besorgen Sie außerdem auch alle nötigen Scharniere, Türgriffe und Schrauben.

Kleiderschrank selber bauen Schritt 2: Vorbohren

Nachdem Sie alle nötigen Teile besorgt haben, sollten Sie zu Hause in Ihrem Plan markieren, wo welches Teil beim Aufbauenangebracht werden soll. Auch hier muss die Nische oder die Dachschräge selbstverständlich berücksichtigt werden.

Nun können Sie die ersten Vorbohrungen für das Zusammenbauen machen. Bohren Sie überall dort Löcher vor, wo später die Winkel für die Regale angebracht werden sollen. Sie können nun auch schon die Scharniere für die Schubladen montieren. Zudem sollten Sie überall dort Vorbohrungen machen, wo die Türgriffe angebracht werden sollen.

Auch die Scharniere können nun bereits an dem Schrankgestell montiert werden. Achten Sie darauf, dass die Scharniere der Türen allesamt auf der gleichen Höhe sind, insofern Sie mehr als eine Schranktür anbringen möchten.

Kleiderschrank selber bauen Schritt 3: Gestell verschrauben

Nun können Sie die Seitenteile an der Bodenplatte montieren. Dabei müssen Sie die Seitenteile einige Zentimeter über der Bodenplatte herausragen lassen, damit Sie so einen Sockel erzeugen. Damit Sie sich später die Hausarbeit leichter machen, ist es günstig, diesen so wählen, dass auch der Wischer oder der Staubsauger darunter hindurchgleiten kann.

Insofern Sie eine Zwischenwand einbauen möchten, ist diese nun an der Reihe. Anschließend legen Sie das Schrankgestell mit der Vorderseite nach unten auf den Boden, damit Sie die Rückwände leichter anschrauben können. Zuletzt können Sie mithilfe der Schrauben oder Nägel noch das Oberteil fest machen. Ihr Schrankgestell ist nun vollständig.

Während Sie das Gestell aufbauen, sollten Sie immer wieder mit einer Wasserwaage prüfen, ob alles rechtwinklig festgeschraubt wurde.

Kleiderschrank selber bauen Schritt 4: Schubladen & Türen

Nun erfolgt die Montage der Scharniere an den Türen. Im Idealfall steht Ihnen hierfür noch eine zweite Person als Helfer zur Seite. Achten Sie beim Aufbauen auf die richtige Einstellung der Türen. Nun können die Schubladen in die vorgesehenen Schienen geschoben werden.

Kleiderschrank selber bauen Schritt 5: Ablagen & Türgriffe

Die Winkel für die Regalböden werden festgesteckt. Anschließend können Sie nach Belieben die Ablagen darauf verteilen. Auch die Türgriffe können nun an den Kleiderschrank angebracht werden.

Kleiderschrank selber bauen Schritt 6: Abschleifen & Streichen

Im letzten Schritt sollten Sie alle rauen, unebenen Stellen am Einbauschrank sorgfältig mit Schleifpapier bearbeiten. Nun können Sie Ihren neuen Schrank nach Belieben lackieren oder streichen.

Begehbarer Kleiderschrank selber machen: Im Handumdrehen zum eigenen Ankleidezimmer

Ein begehbarer Kleiderschrank muss ebenfalls kein Traum bleiben, denn auch wenn Ihnen kein separates Zimmer zur Verfügung steht, können Sie mit einfachen Mitteln ein Ankleidezimmer von Ihrem Schlafzimmer abtrennen. Leichte Trennwände aus Gipskarton eignen sich hier ideal und helfen Ihnen beim selber machen.

Die Inneneinteilung kann günstig und individuell durch die Montage von Wandträgersystemen erfolgen. Damit Sie sich in Ihrem neuen Ankleidezimmer zukünftig auch ankleiden können, sollten Sie genügend Platz einkalkulieren: Mindestens 10 Quadratmeter sollte ein begehbarer Kleiderschrank messen. Berücksichtigen Sie auch hier eine eventuell vorhandene Dachschräge oder Nische.

Tipp: Während Schwenktüren der Firma Pax vergleichsweise viel Platz bei einem Einbauschrank in Anspruch nehmen, kann der Platzbedarf mit Schiebetüren von Pax unter Umständen gesenkt werden. Auch durch die Montage von offenen Regalen schaffen Sie mehr Platz, was vor allem bei einer Schräge wichtig sein dürfte.

 

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