Fenster einbauen Kosten | Preise pro m2 für neue Fenster?

Ein Haus oder eine Wohnung ohne Fenster wäre ein ziemlich ungemütliches Heim. Es wäre recht zugig, von der nicht vorhandenen Wärmedämmung will man gar nicht erst reden. Umso verwunderlicher ist es, dass viele Hausbesitzer dem Einbau neuer Fenster nicht unbedingt die höchste Priorität zukommen lassen.

Doch auch bei bester Pflege geht die Zeit nicht spurlos an den Fenstern vorbei. Sie werden undicht, nutzen sich ab oder werden nach Ablauf der Lebensdauer einfach marode.

In den letzten Jahren ist allerdings ein Grund hinzugekommen, weshalb es sinnvoll ist, das man neue Fenster einbauen lässt. Neue Fensterelemente verringern den Energiebedarf eines Hauses oder einer Wohnung und sparen damit Energiekosten. Durch die Einsparung der Energiekosten finanzieren sich die Fenster in aller Regel selbst. Doch dazu später mehr.

Ein anderer Grund kann sein, dass man den Komfort der Wohnung erhöhen möchte. So kann anstelle normaler Fensterbodentiefe einbauen lassen um mehr Licht in die Räume zu bekommen. Oder man möchte einen Zugang zu einer neu angelegten Terrasse oder einem Balkon schaffen. Nicht so häufig, aber für Katzenbesitzer ist das Einbauen einer Katzenklappe. Allerdings reicht es hier meist den jeweiligen Fensterflügel zu tauschen.

Alles rund um das Einbauen von Fenstern und die jeweiligen Kosten finden Sie im folgenden Artikel.

Mit welchen Kosten muss man für neue Fenster rechnen

Eines muss noch im Vorfeld gesagt werden, die hier genannten Zahlen können nur einen ersten Anhaltspunkt geben. Gerade bei Fenstern gibt es zahlreiche Faktoren, welche den Endpreis beeinflussen. Das beginnt bereits bei der Art der Fenster, so sind Holzfenster teurer wie Kunststofffenster. Auch die Marke spielt eine Rolle. So sind Elemente von Markenfirmen wie Velux entsprechend teurer.

Im Folgenden werden Durchschnittswerte, die in einer Studie für den Verband Fenster + Fassade ermittelt wurden aufgezeigt. Die angegeben Preise gelten immer für neue Fensterelemente in Standardgrößen mit einer Dreifachverglasung.

Kunststoff: Fenster aus Kunststoff sind die günstigste Variante und kosten zwischen 275 bis 350 Euro pro m2.

Holzfenster: Bei Holzfenstern müssen Sie mit Kosten von 350 bis 400 Euro pro m2 rechnen.

Holz/Aluminum-Fenster: Die Kombination aus Holz und Aluminium kommt auf Kosten zwischen 400 bis 500 Euro pro m2.

Aluminium: Die teuerste Variante sind mit 500 bis 600 Euro pro m2 Fenster mit Aluminiumrahmen.

Glasbausteine: Wer sich denkt, dass Glasbausteine eine kostengünstige Alternative sind, könnte enttäuscht werden. Die Preisspanne der Bausteine reicht von 5 bis 40 Euro pro Stein. Für einen Quadratmeter werden etwa 25 Steine benötigt, sodass ein Endpreis von 125 bis 1.000 Euro pro m2 fällig wird.

Der Einbau muss ebenfalls in die Kosten eingerechnet werden

Für den Einbau muss man je Fenster noch einmal 150 bis 200 Euro einplanen. So kommt man bei mehreren Fenstern schnell auf einen vierstelligen Betrag. Zu betonen ist, dass man die Fensterelemente möglichst von ausgebildeten Handwerkern einbauen lässt.

Ein unsachgemäßer Einbau kann zu größeren Folgeschäden an der Bausubstanz führen. Geld sparen kann man hier allerdings, wenn man das entfernen der alten Fenster in Eigenleistung durchführt. Bei einem Fenster für den Dachboden ist der fachgerechte Einbau sogar noch wichtiger, da die Feuchtigkeit hier direkt in den Innenraum gelangt. Nachteilig sind natürlich die Bauarbeiten selbst. Doch die kann man zum Beispiel durch eine Reise mit dem Wohnmobil überbrücken.

Regelmäßige Wartung erhöht die Lebensdauer der Fensterelemente

Durch eine regelmäßige Wartung lässt sich die Lebensdauer von Fensterelementen bis auf 20 oder 30 Jahre verlängern. Das folgende Video zeigt, auf welche Dinge man bereits bei der Reinigung achten sollte. Außerdem wird gezeigt, wie und in welchen Abständen man Scharniere und Verschlüsse ölen sollte.

Jeder Schritt wird dabei anschaulich erklärt und im Detail gezeigt. Auf diese Weise kann man sich unter Umständen sogar den Anruf bei einem Fenstermonteur sparen.

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Diese Faktoren lassen die Kosten steigen

Wie eingangs bereits erwähnt sind die Kosten von vielen Faktoren abhängig. Der wohl häufigste Grund für höhere Kosten sind Maßanfertigungen. Gerade bei Altbauten ist es oft so, dass die Standardgrößen nicht passen. Hier müssen die Fenster dann natürlich entsprechend angefertigt werden. Dabei kann der alte Leitsatz gelten – größere Ausführungen kosten entsprechend mehr.

Ein anderer Faktor für höhere Kosten betrifft ebenfalls Altbauten. Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Gebäuden in Sanierungsgebieten gibt es besondere Vorschriften. So kann es durchaus sein, dass von den zuständigen Behörden bestimmte Vorgaben einzuhalten sind. Dann kann müssen, anstelle einfacher Kunststofffenster, entsprechende Holzsprossenfenster verbaut werden müssen. Die Kosten belaufen sich dann schnell auf das Dreifache eines Kunststofffensters.

Extras sind natürlich auch ein Faktor der sich auf die Kosten auswirkt. Dazu gehört zum Beispiel eine Dreifachverglasung oder ein Rolladen. Auch ein zusätzliches Einbauen einer Katzenklappe verursacht Kosten. Aber was tut man nicht alles. damit der Stubentiger ungehindert auf den Balkon kommt.

Ein anderer kostentreibender Faktor ist der Einbau selbst. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn vorhandene Fensteröffnungen nachträglich in bodentiefe Fenster umgebaut werden sollen. Oder eine Fensteröffnung soll zu einer Tür, die zu einem Balkon führt, umgebaut werden. In beiden Fällen werden die Kosten deutlich höher liegen, als bei einem einfachen Einbau. Wie hoch genau, hängt von den Preisen der Handwerker und dem eigenen Verhandlungsgeschick ab.

Renovieren Baustelle Fenster-Tauschen Abdichten

Beim Renovieren sollten Sie die Kosten für das Einbauen der neuen Fenster mit einkalkulieren.

Geld sparen durch Fenstertausch

Nun könnte man der Meinung sein, das der Fensteraustausch kostspielig ist. Das entspricht auch den Tatsachen. Dabei verkennt man allerdings die Tatsache, durch neue Fensterelemente eingespart werden. Kunststofffenster haben eine Lebensdauer von durchschnittlich 30 Jahren.

Bei einer Energieeinsparung von 10 bis 20 Prozent können pro Jahr einige hundert Euro zusammen kommen. Über die Lebensdauer gerechnet, finanzieren sich die Fenster dadurch im günstigsten Fall selbst. Rechnet man dann noch Inflation und Preissteigerungen für die Energiekosten hinzu sind durch neue Fenster sogar Gewinne möglich.

Im Internet kann man sich über Fenster informieren

Wer mit dem Gedanken spielt, die Fensterelemente zu ersetzen, findet im Internet sicherlich ein Forum über dieses Thema. Hier kann man erste Antworten zu Fördermitteln, Fensterarten, Einbaumöglichkeiten, bodentiefe Fenster einholen. Oder man erfährt den Unterschied zwischen einer Katzentüre und einer Katzenklappe.

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