Fenster putzen ohne Streifen (Tipps) | Streifenfrei säubern

Das Fensterputzen – fragt man erfahrene Hausfrauen (oder -männer) hat jede so ihren eigenen Trick, wie es ohne große Mühe wirklich streifenfrei sauber wird. Die Vielzahl an Tipps und Tricks kann weniger routinierte Fensterputzer schon mal verwirren.

Was funktioniert wirklich am besten? Und was schadet dabei weder den Fenstern noch der Umwelt? Alle wichtigen Infos zum streifenfreien Reinigen der Fenster finden Sie hier:

Woher kommen die Streifen am Fenster?

Das kennt sicherlich fast jeder: Die Fenster sind frisch geputzt und man ist mit dem Ergebnis zufrieden. Doch dann kommt die Sonne hervor, der Lichteinfall ändert sich und schon werden überall Streifen und Schlieren sichtbar.

Dabei handelt es sich um Rückstände vom Putzen. Verbleibt Flüssigkeit auf den Scheiben, verdunstet diese. Reste von Reinigungsmitteln, Kalk aus dem Putzwasser und gelöste Schmutzpartikel bleiben dabei auf der Scheibe zurück und bilden die ungeliebten Schlieren.

Saubere Fenster Sonne Sonnenstrahlen Streifen

Gerade wenn Tageslicht durch die Fenster scheint, sieht man ob es noch Streifen hat.

Wann und wie oft sollten die Fenster geputzt werden?

Eine gründliche Reinigung der Fenster und Rahmen sollte wenigstens 2-3 mal im Jahr erfolgen. Ob und wie intensiv zwischendurch geputzt wird, hängt natürlich vom persönlichen Sauberkeitsempfinden und den Umständen ab. Im Frühjahr lagert sich besonders viel Blütenstaub an den Fenstern ab. Ist es trocken und windig, sammelt sich viel Staub und Sand an. Auch an viel befahrenen Straßen verschmutzen die Scheiben schneller und müssen häufiger gereinigt werden.

Das Wetter kann auch das Ergebnis beim Fensterputzen beeinflussen. Bei starkem Frost kann das Putzwasser am Fenster gefrieren. Ist es hingegen sonnig und recht warm, verdunstet das Wasser besonders schnell und die Gefahr, dass Streifen entstehen, ist entsprechend hoch. Trockenes und nicht allzu heißes Wetter ist deshalb am besten, um die Fenster zu putzen.

Was Sie brauchen, damit die Fenster streifenfrei werden – und auf was Sie besser verzichten!

In Drogerien und Supermärkten finden sich zahlreiche spezielle Mittel und Glasreiniger, die streifenfreie Sauberkeit versprechen. Oft halten sie dieses Versprechen sogar. Aber sie gehen ins Geld und belasten häufig die Umwelt. Manche sind besonders aggressiv und können insbesondere den Fensterdichtungen sogar schaden. Günstige Hausmittel bilden deshalb eine gute Alternative und machen die Fenster ohne viel Chemie genauso streifenfrei.

Etwas Spülmittel und Essig oder Spiritus im Waschwasser sind günstig und bringen gute Ergebnisse. Aber: Nicht jedes bekannte Hausmittel ist wirklich empfehlenswert. Vom oft angepriesenen Zeitungspapier zum Polieren sollten Sie beispielsweise besser die Finger lassen. Das Polieren damit ist vergleichsweise mühsam und das raue, bedruckte Papier kann sogar für Verfärbungen und feine Kratzer sorgen.

Am besten arbeiten Sie mit einem Fensterleder, einem fusselfreien Baumwolltuch oder noch besser mit einem Microfasertuch. Auch Einwascher und Abzieher, wie sie von Profis genutzt werden, sind hilfreiche Werkzeuge beim Putzen der Fenster.

Putzmittel: Welche braucht man eigentlich wirklich?

Übrigens: Nicht nur beim Fensterputzen können Sie auf viele teure und aggressive Putzmittel verzichten und dadurch die Umwelt und Ihren Geldbeutel schonen. In diesem Youtube-Video zeigt Haushalts-Expertin Yvonne Willicks welche Reiniger überflüssig sind und wie viel sich ohne sie einsparen lässt. Dabei gibt sie auch nützliche Tipps, mit welchen Hausmitteln sie sich gut und günstig ersetzen lassen und wie diese am besten angewendet werden.

So werden die Fenster günstig und ohne viel Mühe sauber und streifenfrei

Vorab sollten grobe Verschmutzungen von Scheibe und Rahmen entfernt werden. Staub und Spinnweben lassen sich gut mit einem weichen Handfeger oder Besen entfernen. Grobe Verunreinigungen, wie etwa Vogeldreck, können Sie vorsichtig mit einem Schaber entfernen, wie er auch für Ceranfelder genutzt wird. Achten Sie dabei aber auf flaches und breitflächiges Aufsetzten, damit keine Kratzer entstehen.

Geben Sie etwas Spüli, sowie einen Spritzer Essig oder Spiritus in einen Eimer mit lauwarmem Wasser. Statt Essig oder Spiritus, lassen sich auch Alkohol oder Salmiakgeist zum Putzen verwenden. Mit einem Schwamm, Tuch oder Einwascher reinigen Sie dann die Fenster. Beginnen Sie mit den Rahmen und putzen Sie anschließend die Scheiben. Sonst könnte das Schmutzwasser vom Rahmen über die frisch gereinigte Scheibe laufen.

Danach ist es wichtig, die verbliebene Flüssigkeit möglichst schnell und restlos zu entfernen. Das geht am besten mit einem Abzieher oder Fenstersauger. Durch Nachpolieren mit einem Microfasertuch werden letzte Rückstände entfernt und die Scheibe erstrahlt streifenfrei in neuem Glanz.

Tipp: Wenn Sie noch einen alten Nylonstrumpf zur Hand haben, eignet sich auch dieser wunderbar zum Polieren der Fenster!

Fenster einfach sauber und ohne Streifen durch technische Alternativen?

In den letzten Jahren sind immer mehr technische Geräte auf den Markt gekommen, die das Putzen der Fenster erleichtern sollen. Hier bieten sich einerseits Fenstersauger an. Mit ihnen werden die Scheiben nach wie vor manuell gereinigt, das Schmutzwasser kann aber mit dem Gerät einfach und idealerweise rückstandslos entfernt werden, sodass keine Streifen entstehen.

Eine andere Möglichkeit sind Fensterputzroboter, die auf die Scheibe gesetzt werden, dort anhaften und die Reinigung automatisch erledigen. Diese Technik galt bislang als nicht voll ausgereift und problembehaftet, wird aber stetig besser, sodass mittlerweile auch in diesem Bereich lohnenswerte Geräte erhältlich sind.

Weitere Tipps zum Fenster putzen:

  • Wechseln Sie das Putzwasser häufig genug, sonst verteilen Sie zusätzlichen Schmutz auf den Scheiben.
  • Denken Sie daran, Ihre Putztücher nicht mit Weichspüler in die Waschmaschine zu geben. Es hinterlässt Rückstände, die ebenfalls zu Schlieren führen.
  • Haushaltsunfälle passieren nicht selten beim Fensterputzen. Achten Sie deshalb gerade bei höher gelegenen Fenstern und schlecht erreichbaren Stellen auf Ihre Sicherheit. Eine standfeste Leiter oder eine Teleskopstange sollten griffbereit sein!
  • Lässt sich das Fensterputzen bei Frost nicht vermeiden, können Sie einen Spritzer Frostschutzmittel ins Putzwasser geben, um das Anfrieren zu vermeiden.
  • Fensterscheiben können mit der Zeit stumpf und matt erscheinen. Hier kann eine Behandlung mit Leinöl helfen. Reiben Sie die Scheiben mit dem Öl ein und lassen Sie es eine Weile einwirken. Anschließend werden die Fenster gründlich gereinigt. Danach sollten sie wieder klar sein und glänzen. Wer auch den Dichtungen Gutes tun und Ihre Lebenszeit verlängern will, kann sie mit speziellen Pflegemitteln behandeln.
  • Wenn Sie Reinigungsmittel verwenden, sollten Sie auf die Verträglichkeit der Materialen achten. Glasreiniger mit Säuren können beispielsweise Fensterbänke aus Marmor angreifen. Auch die Dichtungen können durch verschiedene Bestandteile angegriffen und porös werden.
  • Vogelkot ist besonders ätzend und kann Rahmen und Dichtungen schaden. Er sollte bei Bedarf auch zwischendurch entfernt werden.

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